KonMari Series #9 – Gedanken nach 3 Jahren

Seit Anfang Januar 2019 die KonMari Netflix-Serie oder vielleicht besser -Show gestartet hat, ist die KonMari Methode mal wieder in aller Munde. Der letzte Hype, der allerdings nicht die Ausmaße der jetzigen Verbreitung durch Netflix erreicht hatte, war, zumindest als ich es mitbekommen habe, 2015/2016, als es durch die westlichen Medien ging, so dass auf YouTube zahlreiche Videos auftauchten von Personen, die ihren Weg dokumentierten und dann auch in meinem Bekanntenkreis die ersten Personen darauf aufmerksam wurden. Im Zuge dessen habe ich mich persönlich auch zum ersten Mal damit auseinander gesetzt, angefangen von zugegebener Maßen viel zu vielen YouTube Videos (warum ist es so befriedigend anderen Personen beim Aufräumen zuzusehen?) bis hin zu dem eigenen Erwerb des Buches “The Life-Changing Magic of Tidying Up” von Marie Kondo.

Im Frühjahr 2016 habe ich dann mithilfe der Methode unseren kompletten Hausstand einmal ausgemistet und durch geräumt, da kurz darauf ein Umzug anstand und es logisch erschien die Arbeit vor dem Umzug zu machen, um nicht mit unnötigem Ballast umzuziehen und zusätzlich auch weniger Kartons für den Umzug zu haben, um Kosten zu sparen. Es war bereits im Frühjahr 2016 deutlich, dass es eine der besten Entscheidungen war und auch jetzt, ziemlich genau 3 Jahre später, kann ich dieses nur bestätigen. Eigentlich kann ich es sogar noch mehr unterschreiben, denn jetzt, all die Jahre später, zeigt sich wie nachhaltig, strukturierend und einfach befreiend diese Methode ist und wie sehr sie mein Leben und Alltag vereinfacht und ja, auch verbessert hat.

Marie Kondo sagt bereits im Vorwort des Buches, dass sie einen Weg aufzeichnen wird das eigene Wohnumfeld so zu organisieren, dass es das eigene Leben verändern wird. Zusätzlich gibt sie an, dass ihre Methode quasi rückfallfrei ist. Das sind erst einmal wirklich hochtrabende Statements, die einen mindestens die Augenbrauen sehr weit hochziehen lassen, wenn man sich gerade hingesetzt hat inmitten seines “liebgewonnene Chaos” und die ersten Zeilen dieses anscheinend wunder-versprechenden Buches liest. Vor allem, wenn man bisher alle möglichen schlauen Tipps von Familie, Freunden und Artikeln durch hat aber man alle nicht durchgehalten hat oder, selbst wenn man es durchgezogen hat, man doch wieder am Ausgangspunkt angekommen ist nach einigen Jahren oder gar Monaten…sonst würde man jetzt ja nicht wieder mit einem “Aufräum-Tipp-Buch” da sitzen.

Ich hoffe Ihr sitzt, während Ihr das lest, dann jetzt kommt mein Review knapp 3 Jahre später: Continue reading

Was koche ich heute * Essensplan

Hallo Zusammen 🙂

Heute mal ein anderes “Was koche ich heute”, da ich grad meinen Wochenplan für’s Essen gemacht habe und dachte mir, ich könnte ihn ja mal teilen. Oft bin ich nämlich auch neugierig, was andere Personen so essen, einfach zur Ideenfindung. Vorwarnung: Es sind total langweilige Normalo-Dinge (die auch teilweise nicht vegetarisch sind).

Freitag: Toast Hawaii Selbsterklärend 😉 Aber wir haben Scheibletten Käse, der dringend weg muss und es ist das richtige Keine-Arbeit-Essen für nach einer anstrengenden Woche.

Samstag: Sandwiches. Einfach nur Brot mit fancy Zeugsdingen. 😉 Da ich Samstag unterwegs bin brauche ich was schnelles was ich auch mitnehmen kann.

Sonntag: Kartoffelrolle. Rezept habe ich auf Pinterest gefunden und es sieht so köstlich aus! Also wird’s ausprobiert. Rezeptlink

Montag: Bratreis mit Erbsen, Karotten und Frühlingszwiebeln. Ähnlich wie dieser hier .

Dienstag: Zitronenhühnchen mit Brokkoli. Noch ein Pinterest Fund

Mittwoch: Kartoffel-Möhren-Pizza (Eigentlich nur beides geraspelt und flach in den Ofen) mit Halloumi wahrscheinlich

Donnerstag: Kartoffeln mit Quark (Simpel aber immer gut)

Was koche ich heute * Gollis Winterpfanne

Eigentlich ist die Pfanne mehr so als Resteverwertung entstanden aber mit einem gescheiten Namen, wirkt es doch direkt als hätte ich einen Plan gehabt. 😉
Allerdings sind daher die Mengenangaben mehr so grob gehalten.
An dieser Stelle ein generelles Lob an Pastinaken! Das Wintergemüse ist wirklich sehr unterschätzt und sollte viel mehr wegen der vielen B-Vitamine sowie Vitamin C und K und Kalzium gegessen werden.

* Für 2-3 Personen
* Zubereitungszeit max. 30 Minuten
* Vegetarische Zubereitung natürlich möglich

Zutaten

ca. 2 Frühlingszwiebeln
ca. 3 große Kartoffeln
ca. 2 normal große Pastinaken
ca. 300g Buschbohnen
300g Hack
2-4 EL Frischkäse
Salz
Steakpfeffer (man kann natürlich auch normalen nehmen aber mit Steakpfeffer schmeckt’s einfach besser)
Öl

Zubereitung

Die Kartoffeln und die Pastinaken würfeln in so ca. 2cm große Würfel. Grob geschätzt. Würfeln halt. Die Buschbohnen je nach Größe halbieren oder dritteln. Dann das Gemüse in Salzwasser ca. 12 Minuten kochen.
Derweil die Frühlingszwiebel in einer großen (!) Pfanne glasig dünsten und das Hack hinzugeben und krümelig braten. Schon etwas mit Salz und Pfeffer würzen.
Das gegarte Gemüse zu dem Hack in die Pfanne und dann mit dem Frischkäse gut durchmengen. Anschließend nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Was koche ich heute * Meine liebsten Weihnachtsplätzchen

Hallo Zusammen,

da ich absolut süchtig nach Weihnachtsplätzchen bin und es zugegebener Maßen eine meiner Lieblingsbeschäftigung im Dezember ist, meine selbstgebackenen Plätzchen zu essen, dachte ich mir, ich teile heute meine 3 Lieblingsrezepte mit Euch, die ich jedes Jahr backe. 🙂
Alle Teige muss man vorher kühlen, daher mache ich es meist so, dass ich am Vorabend alle Teige vorbereite und dann über Nacht in den Kühlschrank packe. Man steht am kommenden Tag eh Stunden in der Küche, da ist man dankbar für die Arbeitserleichterung.

Die Fotos unten sind übrigens die jeweilige Menge bei jeweils verdoppeltem Rezept!

 

Buntes Mürbegebäck

Mürbeteigplätzchen sind in meiner Familie seit Jahrzehnten, vererbt von meiner Uroma, ein absolutes Muss in der Vorweihnachtszeit.

Zutaten
(Standardmenge. Gollische Familie verdoppelt oder verdreifacht das Rezept damit es bis Weihnachten hält 😉 )
250g Mehl
1 Messerspitze Backpulver
65g Zucker
1 Prise Salz
125g Sanella (es gehen auch andere Sorten natürlich aber das ist die Gollische Familienzutat)
1 Ei
Bunte Zuckerstreusel

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und dann erstmal in Folie gewickelt mindestens 1 Stunde kalt stellen. Den Teig dann ausrollen und mit Förmchen Figuren ausstechen. Die Gollische Familie macht möglichst dünne Plätzchen für die Knusprigkeit.
Vor dem Backen die Zuckerstreusel auf die Plätzchen geben.

Backzeit: 5-10 Minuten bei 225° (Umluft 180°) je nach Dicke der Plätzchen

Vanillekipferln

Meine Großtante kommt gebürtig aus Wien und daher ist es in meiner Familie auch Tradition zu der Tonne Mürbeteigplätzchen auch eine Tonne Vanillekipferln zu backen.

Zutaten
(Für ca. 50 Stück. Ich empfehle dringend die Menge zu verdoppeln da sie schneller weggeknuspert sind als man gucken kann)

Für den Teig
110g zimmerwarme Butter
40g Puderzucker
1 Prise Salz
Mark von 2 Vanilleschoten
50g Haselnüsse, fein gemahlen
140g Mehl
Zum Bestäuben
60g Puderzucker
2 Pk. Vanillezucker

Für den Teig die zimmerwarme Butter, Puderzucker, 1 Prise Salz und Vanillemark glatt rühren. Nüsse und Mehl unterkneten. In Folie gewickelt ca. 3 Stunden kalt stellen.
Den Teig nochmal kurz durchkneten und zu 2 Rollen formen. In ca. 1 cm Stücke teilen und zu halbmondförmigen Kipferln formen.
Puderzucker und Vanillezucker mischen.
Die Kipferln nach dem Backen kurz abkühlen lassen, so dass sie noch warm sind aber nicht direkt zerbröseln beim Anfassen und in der Zuckermischung wenden.

Backzeit: 12-15 Minuten bei 160° (10-12 Minuten bei 150° Umluft)

Mohn-Pflaumenmus-Ravioli

Oder wie Herr Schatz sie nennt: Germknödelplätzchen. Es sind die allerliebsten Lieblingsplätzchen von meinem Mann, daher backe ich jedes Jahr auch hier mindestens das Doppelte von dem Rezept auch wenn die Zubereitung echt viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber sie sind einfach zu lecker.

Zutaten
(für ca. 60 Stück)
225g zimmerwarme aber nicht zu weiche Butter
75g Puderzucker + nochmal Puderzucker zum Bestäuben
1 Prise Salz
1 Pk. Vanillezucker
1 Eigelb
250g Mehl
80g gemahlener Mohn
180g Pflaumenmus

Butter, Puderzucker, Salz und den Vanillezucker verkneten. Das Eigelb kurz unterkneten und dann zügig mit dem Mehl und dem Mohn zu einem glatten Teig verkneten.
Zu 3 gleich großen Kugeln formen, flach drücken und in Folie gewickelt mind. 2 Stunden kalt stellen.
Teigplatten nacheinander auf einer bemehlten Flache ca. 3mm dünn ausrollen, dickt an dich zu runden gezackten Talern von ca. 6cm Durchmesser austechen und auf Bleche mit Backpapier setzen.
180g Pflaumenmus (ich empfehle NICHT das Aachener Plümli zu nehmen, da das recht stückig ist) in einen Spritzbeutel füllen und kleine Tupfen Pflaumenmus in die Mitte der Taler spritzen.
Taler dann mittig zusammenklappen und die Ränder mit einer bemehlten Gabel andrücken.
Nach dem Backen direkt mit Puderzucker bestäuben.

Backzeit: 10-11 Minuten 190° (170° Umluft)

Zonen-Action * Flylady-System á la Golli #3

Das System von Flylady teilt das Haus / die Wohnung in Zonen ein.

Die Zonen von Flylady richten sich nach dem “typischen amerikanischen Familienhaus”:
Zone 1: Entrance/front porch/dining room
Zone 2: Kitchen/ back porch/laundry room/pantry
Zone 3: Main bathroom/extra bedroom/kids’ rooms/craft room
Zone 4: Master bedroom/bath/closet
Zone 5: Living room/den/TV room

Da ich weder ein Haus noch Kinder habe, habe ich die Zonen entsprechend für unsere Wohnung und unsere Bedürfnisse angepasst:
Zone 1: Flur / Eingangsbereich
Zone 2: Küche
Zone 3: Bad / Arbeitszimmer
Zone 4: Schlafzimmer / Gästezimmer
Zone 5: Wohnzimmer / Esszimmer

Jeder Zone ist im Monat eine feste Zeit eingeteilt in der der Zone, die dran ist, besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es geht darum, dass in der Zeit die Zone wirklich intensiv geputzt wird oder, so nötig, entrümpelt wird. Ebenso ist die “Zonen-Zeit” dafür da den Wohnbereich angenehmer zu gestalten zum Beispiel durch Dekorieren oder irgendetwas in der Art. Also wirklich Liebe für den Bereich.

Die Zeit, die laut Flylady System für die Zone pro Woche genutzt werden soll, sind 4 Einheiten á 1/4 Stunde. Ergo hat man pro Woche maximal 1 Stunde, die man für die jeweilige Zone investieren soll. Je nach Zeitplanung kann man dies eben auf unterschiedliche Tage aufteilen oder an einem Stück durchziehen. Alles, was man in der Woche nicht schafft, macht man dann eben im nächsten Monat.

“Don’t catch up, start where you are”

Generell ist das Flylady System darauf ausgelegt stetig zu arbeiten und nie zu denken, dass man irgendwas nachholen / aufholen muss. Man fängt genau da an wo man ist. Das ist das Tolle an dem System. Auch wenn man gerade im riesigen Chaos lebt und einem alles völlig aus den Händen geglitten ist, fängt man eben mit der Routine an und der Zone, in der man sich zeittechnisch gerade befindet, egal wie groß der Berg ist, vor dem man steht. Besonders wenn der Berg zu groß ist, weiß man ja manchmal wirklich nicht wo man anfangen soll und fühlt sich komplett überfordert.

Und so ist die Aufteilung der Zonen pro Monat:
Zone 1: Die ersten Tage des Monats bis zum ersten Sonntag
Zone 2: Die erste volle Woche des Monats
Zone 3: Die zweite volle Woche des Monats
Zone 4: Die dritte volle Woche des Monats
Zone 5: Die letzten Tage des Monats von Montag bis zum 1. des Folgemonats

Es gibt auf der Website von Flylady detaillierte Auflistungen, was für die jeweiligen Zonen aktuell sein könnte. Wenn man wirklich im totalen Chaos startet, dann ist auf jeden Fall ein Bereich erstmal zu Entrümpeln. Aber dann ist man frei in der Entscheidung was man als sinnvoll erachtet. Es lohnt sich auf der Website und auch auf anderen Seiten oder in Youtube Videos einfach nachzuschauen, was es so für Ideen gibt und dann seine eigenen Listen für die jeweils selbst festgelegten Zonen zu machen aus denen man dann nach Bedarf auswählt. Bei mir zum Beispiel steht auf den Listen auch jeweils Fenster putzen drauf allerdings mache ich das natürlich nicht jeden Monat, genau so Teppich reinigen oder solche Dinge. Meine Listen dienen mir nur als Erinnerung was ich machen KÖNNTE in der Zeit und aus denen picke ich dann was ich tatsächlich mache. Ich bin da selber noch am Rumtesten was sich für mich als wirklich sinnvoll rauskristallisiert. Einige Sachen mache ich zum Beispiel immer, andere braucht man nur alles halbe Jahre einmal machen oder nach Bedarf eben.

WICHTIG: Bei den Zonen geht es eben um besondere Aufmerksamkeit für die Zone. Das wöchentliche allgemeine Putzen ist wiederrum in das Weekly Home Blessing und die Tagesmissionen der Woche (Siehe in diesem Blogeintrag) und in die Morgen- und Abendroutinen aufgeteilt (Hier mein Blogeintrag zu Routinen).

Dies sind meine Listen für einen Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung:

Zone 1 – Flur / Eingangsbereich
* Spinnenweben entfernen
* Staubwischen
* Staubsaugen und Wischen
* Klingelschild und Lichtschalter reinigen
* Garderobenschränke sortieren
* Putzschrank sortieren
* Staubsaugerbeutel leeren
* Teppich reinigen
* Tür putzen

Zone 2 – Küche
* Spinnenweben entfernen
* Staubwischen
* Saugen und Wischen
* Auf den Oberschränken putzen
* Kühlschrank putzen
* Gefrierschrank abtauen und putzen
* Mikrowelle putzen
* Ofen reinigen
* Küchengeräte putzen
* Wandvertäfelung reinigen
* Fenster putzen
* Dunstabzugshaube putzen
* Schranktüren putzen
* Mülleimer putzen und desinfizieren
* Schränke und Schubladen sortieren und putzen
* Spülmaschine putzen
* Vorratsschrank aufräumen / ausmisten

Zone 3 – Bad / Arbeiszimmer
Bad
* Spinnenweben entfernen
* Saugen und Wischen
* Badvorleger waschen
* Badezimmerschrank aufräumen
* Make-Up etc. sortieren
* Medizinschrank durchschauen
* Dusche und Badewanne intensiv putzen
* Fenster putzen
Arbeitszimmer
* Spinnenweben entfernen
* Staubwischen
* Schreibtisch putzen
* Schubladenschrank sortieren
* PC aufräumen
* Monitor, Tastatur und Maus putzen
* Fenster putzen

Zone 4 – Schlafzimmer / Gästezimmer
* Bettwäsche wechseln
* Spinnenweben entfernen
* Saugen und Wischen
* Fenster putzen
* Schränke sortieren / ausmisten
* Holzmöbel polieren
* Staubwischen
* Teppich reinigen
* Auf den Schränken wischen

Zone 5 – Wohnzimmer / Esszimmer
* Spinnenweben entfernen
* Staubwischen
* Saugen und Wischen
* Holzmöbel polieren
* Fenster putzen
* Bücher abstauben
* Nippes entstauben bzw. eventuell waschen
* Sofa tiefenreinigen
* Schränke und Schubladen ordnen
* Teppich reinigen

Woche für Woche * Flylady-System á la Golli #2

Wie im ersten Blogeintrag geschrieben geht es bei der Flylady Methode um Routinen und darum, alle Aufgaben in kleine Happen zu unterteilen und diese auf die Tage der Woche und die Wochen des Monats zu verteilen, so dass man niemals Stunde um Stunde mit Putzen verbringen muss. Zusätzlich zu der 1 Stunde pro Woche, die man für die jeweils aktuelle Zone (siehe späterer Blogeintrag) aufbringen soll und zusätzlich zu der Morgens- und Abendsroutine ist auch jeder Tag der Woche laut Flylady Plan für etwas eingeteilt.

Dies ist die Einteilung laut Flylady:
Monday – Home blessing
Tuesday – Zone Cleaning
Wednesday – Planning day / Deskday
Thursday – Errand Day
Friday – Car & Purse Clean out
Saturday – Yard Work
Sunday – Relax!

Da ich keinen Garten habe zum Beispiel und aufgrund von eigenen Vorlieben meine Zeit gerne anders einteile, habe ich für mich folgende Einteilung gemacht:
Montag – Lebensmittel einkaufen & Blumen gießen
Dienstag – Weekly Home Blessing (siehe unten)
Mittwoch – Desk Day (Akten weg sortieren, Rechnungen bezahlen, Budget Planung)
Donnerstag – Auto und Handtasche ausräumen (Auto auf Vordermann bringen wie Waschen oder Tanken und Handtasche aufräumen)
Freitag – Lebensmittel einkaufen
Samstag – Wäsche waschen und Zone
Sonntag – Wäsche wegräumen / bügeln, Planen für die Woche (Essensplan und Bullet Journal) und ggf. Zone

Das sind Dinge, die ich wirklich jede Woche erledige. Je nach Zeitplanung kann es durchaus sein, dass ich es eben nicht an dem geplanten Tag schaffe aber dann mache ich es am darauf folgenden Tag oder wie es eben passt. Wenn ich zum Beispiel unterwegs bin kann ich Samstags nicht die Wäsche machen etc.. Als Beispiel: Letzten Samstag war ich krank und konnte daher erst Sonntag waschen. Die Wäsche hat leider bis heute (Dienstag) gedauert zu trocknen da es regnerisch war und wir keinen Trockner haben und so konnte ich heute erst die Wäsche falten und wegräumen. Da muss meiner Meinung nach jeder auch sein eigenes System finden wie es in den eigenen Lebenswandel und Alltag passt.

Das Weekly Home Blessing wiederrum ist ein grobes Putzen des Hauses, was man ein Mal pro Woche für nur 1 Stunde (nicht länger!) machen soll. Intensiv geputzt wird dann pro Zone pro jeweiliger Woche. Es geht nur darum die “Gehwege” des Hauses sauber zu halten und solche Dinge wie den Müll auszuleeren. Da das aber in unserem Haushalt Herr Schatz alle 2 Tage tut, steht es bei mir nicht auf der Liste.

Dies ist mein Home Blessing
* Grob Staubwischen (nichts dafür bewegen, sondern drum herum wischen)
* Gehwege saugen
* Küche und Bad saugen
* Badvorleger ausschütteln
* Küchenboden und Badboden kurz grob wischen
* Spiegel / Glasoberflächen kurz wischen

Routine für den Morgen-Zombie * Flylady-System á la Golli #1

Nachdem ich im Zuge von #12von12 meine Morgenroutine erwähnte, kamen doch einige Nachfragen dazu was jetzt zu diesem Blogeintrag führt.

Und zwar beschäftige ich mich ca. seit ich vor 1,5 Jahren meinen Besitz mit der KonMari Methode ausgemistet und sortiert habe, auch mit anderen Systemen dazu wie man besser Ordnung halten kann bzw. die Wohnung immer einigermaßen sauber hält. Ich bin generell ein Mensch, der viel Routine im Leben braucht, da ich sonst einfach sehr viel vergesse oder es im Alltag unter geht. Früher war ich mega chaotisch und zwar so sehr, dass ich niemanden spontan in meine Wohnung gelassen hätte. Die Wohnung aufzuräumen und zu putzen war immer eine Angelegenheit von vielen Stunden was natürlich darin resultierte, dass ich im Kopf immer diesen Batzen hatte und es viel zu selten machte, weil viel zu wenig Zeit war und es spiralisierte dann so vor sich hin. Zwar habe ich über die Jahre dann eine Art Golli-System gefunden, so dass die Wohnung meist ok war, zumindest so, dass es mir nicht mehr allzu peinlich war jemanden herein zu lassen, vor allem als ich dann mit Herrn Schatz zusammen zog, aber wirklich zufrieden war ich nie.

Nachdem ich dann durch KonMari richtig Grund drin hatte und wir umgezogen waren, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, wie ich jetzt besser vorgehen kann. Durch verschiedene Youtuber, die ich so gucke, bin ich dann unter anderem auf die Methode von Flylady gestoßen, welche sehr verbreitet ist, vor allem im englischssprachigen Raum. Die Methode richtet sich vor allem an Personen, die komplett im Alltag untergegangen sind, und mit der Babystep-Anleitung quasi von 0 starten wieder die Zügel über ihr eigenes Leben in die Hand zu kriegen. Vor allem auch Mütter und Personen, die vielleicht aufgrund von psychischen Krankheiten die Kontrolle verloren haben. Jedoch habe ich durch die Youtuber gesehen, dass es sich auch so gut in den Alltag integrieren lässt und seit dem habe ich mich eingelesen und bin gerade dabei das System auf mein Leben und meine Bedürfnisse zu adaptieren.

Das System von Flylady ist ausgerichtet auf Routinen. Einerseits wird der gesamte Haushalt in Zonen aufgeteilt, die pro Woche Aufmerksamkeit kriegen, dann hat jeder Tag der Woche seinen “Zuständigkeitsbereich” und dann gibt es Morgen- sowie Abendroutinen. Das Ganze soll helfen, dass man nichts, was man so zu tun hat, aus den Augen verliert und ebenso nie einen großen Batzen auf einmal erledigen muss, sondern alles in angenehme Häppchen aufgeteilt ist. Zu den Zonen und Tagesdingen werde ich nochmal separat was schreiben. Außerdem trainiert man sich durch die Routinen an, dass alles zur Gewohnungheit wird und daher nicht mehr mit negativen Gefühlen und “Oh mann, XY muss ich ja auch noch tun. Uff” verknüpft ist, sondern man es im besten Fall einfach ohne emotionale Involvierung fix erledigt. Ich empfehle es auf der Website herum zu stöbern und vielleicht auch auf Pinterest oder Youtube. Man findet da viel Kram zu und Beispiele wie es andere für sich machen, so dass man dann leicht das System auf seine eigenen Bedürfnisse zuschneiden kann. Ich halte mich zum Beispiel bei Weitem nicht an alles, was Flylady vorschlägt und habe alles sehr umgeschoben für mein Alltag und meine Pflichten.

Ich möchte jetzt hier nur auf die Morgen- und Abendroutine Bezug nehmen. Die Routinen sind Dinge, die eigentlich “logisch” und selbsterklärend sind aber ich tendiere halt dazu irgendwas davon zu vergessen, oder mich nicht an eigentliche Vorhaben zu halten und dann Schritt für Schritt zu versumpfen. Alles genau detailliert aufzulisten und zu erledigen hilft ebenso wie gesagt darin eine Gewohnheit zu erschaffen und das Gefühl zu haben, etwas erledigt zu haben, schon auf der Hinfahrt zur Arbeit. Und unterschätzt niemals den Boost eines gemachten Bettes!

Meine Morgenroutine:
* Mein Medikament nehmen und dazu ein Glas Wasser trinken
* Mein 7-Minuten-Workout
* Fenster zum Lüften öffnen
* Duschen und danach die Dusche kurz wischen (Lappen + Seife = ausreichend)
* Toilette und Waschbecken kurz wischen
* Anziehen und Schminken
* Spülmaschine ausleeren (so kann man sie über den Tag entspannt füllen)
* Frühstück bzw. Essen, das ich mit zur Arbeit nehme, vorbereiten
* Bett machen
* Fenster schließen
* Kurz durchräumen

Und los zur Arbeit.

Das Ganze dauert bei mir in der Regel so ca. 3/4 Stunde und basiert darauf, dass ich auch Abends meine Abendroutine vorher gemacht habe, so dass für Morgens alles bereit ist. Die Abendroutine mache ich irgendwann am Abend. Teile davon erledige ich direkt nach dem Abendessen, andere wiederrum manchmal erst vorm Schlafengehen direkt. Je nachdem wie es passt.

Meine Abendroutine:
* Schreibtisch aufräumen
* Sollte ich am Tag irgendwas rausgewühlt haben, das kurz wegräumen
* Küche machen (aufräumen, Arbeitsplatte & Herd wischen, Geschirrspüler anstellen)
* Kleidung für den nächsten Tag bereit legen
* Launch Pad machen (Alle Dinge im Flur bereit legen, die ich nächsten Tag vorm Gehen greifen muss Bsp. Schuhe, Tasche, sollte ich nächsten Tag Einkaufen gehen dann das Leergut etc.)

 

Das wirkt jetzt in sich sehr selbsterklärend aber gerade, dass ich meine Klamotten sowie alles weitere am Abend bereit lege, hilft mir am nächsten Tag Zeit und Stress zu sparen, da ich mich nicht mehr darum kümmern muss morgens im Halbwach-Zustand. Ebenso hilft es mir, dass ich nichts vergesse morgens. Wie gesagt, eigentlich ist es alles komplett logisch und bei den meisten organisierten Menschen, wie z.B. bei meinen Eltern, eine Selbstverständlichkeit, aber wenn ich mich nicht explizit daran erinnere und die Liste abgehe, vergesse ich es oder kriege einen Anfall von “Meh nee keinen Bock” selbst bei Dingen, die nur 2 Minuten brauchen.

Soviel also zu meiner Morgen- und Abendroutine. Demnächst schreibe ich dann mal wie ich die anderen Elemente der Flylady-Methode für mich adaptiert habe. 🙂

Was koche ich heute * Penne mit Spinat und Feta

* Für 2-3 Personen
* Zubereitungszeit max. 30 Minuten
* Vegetarisch

Zutaten

1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250g Penne
ca. 150g Feta
ca. 300-350g TK Spinat
100ml Milch
1 gestrichenen Teelöffel Brühepulver
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung

Die Penne nach Packungsanweisung kochen. Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in einer großen Pfanne anbraten. Mit Milch ablöschen und das Brühepulver unterrühren. Den Spinat hinzugeben und während die Nudeln kochen den Spinat in der Soße einköcheln. Nachdem die Nudeln fertig sind diese mit in die Pfanne geben, den Feta darüber krümeln und alles gut durchmischen. Je nach Geschmack noch mit Salz (vorsicht! Brühe und Feta sind bereits salzig) und Pfeffer abschmecken.

Gollis Reise zur 6 – #4

Aktuell bin ich grad echt gut dabei. Die richtige Motivation haben ist ja schon die halbe Miete. 🙂 Und wie ich vor einiger Zeit geschrieben hatte, ist das für mich aktuell in Klamotten für das Live-Rollenspiel gut auszusehen. Und so langsam rückt die 6 wirklich in greifbare Nähe! YAY!

Damit ich in einer Geschwindigkeit voran komme, die mich ausreichend motiviert und mir dabei hilft bei der Stande zu bleiben, muss ich mich aktuell schon sehr einschränken. Nach nun aber einigen Woche des stärkeren Kaloriendefizits hat sich mein Körper aber vollständig dran gewöhnt. Ich habe nur noch selten Hunger zwischendurch und bin nach einem Teller Abendessen auch wirklich pappsatt. Ich brauche vor allem auch wesentlich länger zum Essen (2-3x so lang wie Herr Schatz), da ich anscheinend meinen Magen nur Schritt für Schritt füllen kann.

Auch wenn mich jetzt noch kaum jemand auf die Abnahme angesprochen hat, außer die Person wusste davon, dass ich vor wenigen Wochen noch 5 Kilo mehr gewogen habe, so begegnen mir jetzt doch immer mehr Bemerkungen, die mich zum Stutzen bringen oder bei denen ich mich wirklich beherrschen muss nicht “bissig” zu antworten. So zum Beispiel “Wo willst Du denn bitte abnehmen?” so als Beispiel. Oder “Also mit so wenig Essen würde ich ja nicht zurecht kommen. Da musst Du aufpassen auf den Jojo-Effekt”. *durchatme*

* “Wo willst Du denn bitte abnehmen?” -> Überall. Ich bin zu dick für meine Verhältnisse und mein Gefühl. Ich habe für viele Jahre immer ungefähr dasselbe gewogen und dann spontan sehr viel zugenommen. Ich möchte auf mein Golli-Wohlfühlgewicht zurück.

* “Du bist laut BMI übergewichtig? Dann ist der BMI doch übertrieben.” -> Nein. Ich bin laut BMI noch 1,5 Kilo von meinem Idealgewicht entfernt. Und das ist dann auch die Obergrenze des Idealgewichts-Bereichs. Der BMI ist absolut ok. Natürlich stimmt sowas nie zu 100% aber man kann sich mMn schon sehr gut dran halten. Mit dem leichten Übergewicht sieht man eben etwas mobseliger aus was ja nicht gleichbedeutend mit dick ist.

* “Heutzutage sollen ja alle mager sein. Marilyn Monroe war auch eine 44” -> Nö. Es haben sich die Kleidergrößen verändert und auch heute ist es echt kurios wie unterschiedliche Größen man kaufen muss aber Marilyn Monroe war sehr nah an 90/60/90 dran was für eine Frauenfigur nun mal echt schick ist. Und die “Ideale” haben sich echt nicht stark verändert. Ich hab neulich eine Liste aus den 1920ern gefunden, da sind die Idealmaße auch so um den Dreh. Es geht ja nicht darum Supermodelmaße zu haben, sondern sich selbst einfach im Spiegel als schön und proportioniert zu empfinden. Meine Rundungen bleiben weil ich mich so schön finde. Size 0 gefällt mir nicht.

* “Wo ist es denn bei Dir schwabbelig?” -> Überall. Mein Körperfettanteil liegt viele Porzentpunkte über dem Bereich, der als “durchschnittlich gesund” für eine Frau gilt und das ist auch nicht mager. Ich habe zu wenig Muskeln. Daher Abnehmen und Sport.

* “Pass auf, dass Du nicht zu wenig isst, sonst kommst Du in den Hungermodus.” -> Quatsch. Erst wenn man einen extrem niedrigen Körperfettanteil hat, kann das passieren. Und davon bin ich echt meilenweit entfernt und werde es immer sein. Ich esse jetzt die meisten Tage unter dem von WW empfohlenen Kaloriendefizit und nehme sehr gut ab.

* “Hast Du keine Sorge vor dem Jojo-Effekt?” -> Warum sollte ich? Natürlich ist klar, wenn ich nach Erreichen meines Wunschgewichts wieder so esse wie vor meiner Ernäherungsumstellung, dann wieder zunehme und letztendlich wieder so dick werde wie zuvor. Es gab ja einen Grund warum ich zugenommen habe. So lange ich meinen Grundumsatz esse brauche ich keine Sorge vor dem Jojo-Effekt haben, ich akkumuliere ja kein Körperfett durch die Atemluft auf mystomagische Weise.

* “Ich könnte das ja nicht. Dafür esse ich zu gerne.” -> Klar kannst Du! Ich esse auch super gerne. Und zwar jetzt noch viel lieber als bisher. Ich genieße jetzt auch viel mehr. Wenn man zufrieden mit seiner Figur ist, macht das Essen auch nochmal viel mehr Spaß. Und genau einplanen wann man was isst, macht richtig Vorfreude darauf. Und 1 Teller Abendessen (kein Berg!) und 1 Stück Schokolade machen mich wesentlich glücklicher aktuell als ne Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips.

* “Mir ist das zu mühsam alles zu notieren, was ich esse. Ich esse ja auch so wenig aber nehme echt nicht ab.” -> Notieren hilft dabei den Überblick zu behalten, was man tatsächlich isst. Wenn man in seinem Kaloriendefizit isst, dann nimmt man ab. tatsächlich. Wirklich. Isso.

* “Ich bin zu dick aber hab echt keine Lust auf was zu verzichten.” -> Ja dann beschwer Dich auch nicht über Deine Figur wenn Du nicht bereit bist daran etwas zu ändern. Man kann nun mal nichts ändern wenn man nichts ändert wenn der aktuelle Status aktuell wohl nicht den gewünschten Effekt hat.

Gollis Reise zur 6 – #3

Mein letzter Post zu dem Thema ist jetzt ca. 1 Jahr her. Ich mache jetzt seit April 2016 Weightwatchers und bin jetzt an dem Punkt, wo ich noch nicht ganz (100 Gramm fehlen *grrrr*) 10 Kilo abgenommen habe. Ich befinde mich jetzt also grob in der Halbzeit. Durchgehalten habe ich das Ganze mal mehr, mal weniger. Manche Wochen bin ich komplett rausgefallen, so dass ich wieder eine Zunahme von 1-2 Kilo hatte, welche ich dann aber wieder unter Kontrolle bekommen habe und vielleicht wieder etwas mehr abnahm.

Da ich im August auf das Mythodea Larp fahre und einen Charakter spiele, bei dem das Aussehen eine sehr große Rolle spielt, und ein Freund massiv abgenommen hatte, war ich wieder motiviert jetzt so richtig loszulegen. Einerseits eben um mich entsprechend in meiner Gewandung wohl zu fühlen und andererseits auch um ausreichend fit zu werden, um die Woche Larp mit Rumlaufen etc. körperlich durchzuhalten. Da ich die meiste Zeit rumsitze (auf der Arbeit am Schreibtisch, daheim am Schreibtisch) hatte ich echt Sorge, dass ich nach 2 Tagen Larp einfach komplett fix und alle bin. Ebenso fahre ich im Oktober auf ein Battlestar Galactica Larp und möchte mich wohl fühlen und “knackig” in der Militärklamotte aussehen.

Und so habe ich mich in den Arsch getreten und nochmal richtig durchgestartet. Seit dem sind jetzt innerhalb von wenigen Wochen schon fast 3 Kilo runter und ich hoffe, dass ich bis zum 1. August nochmal 1-2 schaffe. Mein Ziel ist es bis Oktober die 15kg Abnahme geknackt zu haben und vielleicht sogar endlich mal wieder die 6 vorne auf der Waage zu sehen. Mal gucken ob ich das schaffe. 😉

Aktuell halte ich mich strenger an Weightwatchers als es früher der Fall war. Man hat ja so ein Tagesbudget und ein Wochenbudget und derzeit rühre ich das Wochenbudget nicht an, sondern versuche maximal das Tagesbudget aufzubrauchen. Das bedingt, dass ich wirklich extrem stark planen muss, mehr als zuvor, und zugegebener Maßen auch sehr oft Hunger habe. Aber nur so kriege ich die Abnahme in der Schnelligkeit hin, so dass ich motiviert bleibe. Zusätzlich mache ich jeden Morgen etwas Sport, wenn auch nur dieses 7-Minute-Workout-Dings aus der App. Es ist zwar nur ein bißchen was, aber die Zeit ist morgens halt da und etwas ist besser als gar nichts. Es hilft mir auch extrem gut dabei besser in den Tag zu starten und nicht Zombie-mäßig durch die Gegend zu schlurfen. Darüber hinaus gehe ich, so oft wie ich halt motiviert bin, auf den Crosstrainer daheim. Ich glaube, ich sollte nach dem Mythodea dringend anfangen über mehr Krafttraining nachzudenken, da ich schon wirklich schluffi Muskeln habe und auch wenn ich sehe, dass ich abnehme, dass doch weiterhin alles recht schwabbelig ist. Außerdem zeigt mir die Waage einen Körperfettanteil an, der wirklich viel zu viel ist und im ungesunden Bereich liegt. Der Vorteil am Krafttraining ist ja nicht nur, dass man insgesamt straffer wird und einfach sexier aussieht, sondern auch, dass durch die Muskeln der Grundumsatz erhöht wird und man dadurch auch besser abnimmt bzw. dann nicht zunimmt, wenn man wieder mehr ist, also den Grundumsatz durch Essen deckt und kein Kaloriendefizit mehr halten muss.

Was mir jedoch aufgefallen ist, ist, dass ich obwohl ich seit einem Jahr Weightwatchers mache und eiiiigentlich sehr gut weiß, was wieviel Kalorien hat, ich trotzdem die Anleitung durch das Programm brauche. Natürlich könnte ich auch ganz “klassisch” Kalorien zählen aber dazu bin ich zugegebener Maßen zu faul. Ich merke halt wie ich trotz der Erfahrung immer mal wieder etwas nicht korrekt einschätzen kann. Weightwatchers hat oft Angaben wie “Einen Eßlöffel” oder so und ich habe mir nie die Mühe gemacht das wirklich abzuwiegen, obwohl da eine Grammangabe mit aufgeführt ist, sondern eben einen Eßlöffel nach Augenmaß genommen habe. Es stellt sich heraus, dass ich da echt nicht gut dran bin. Ergo wiege ich jetzt auch wesentlich mehr aus. Wir haben ja auch Hello Fresh für 3 Abendessen pro Woche und auch das wiege und rechne ich sehr exakt aus. Ich merke, wie streng ich sein muss, damit ich es wirklich schaffe die Punkte tatsächlich zu halten und im lohnenswerten Kaloriendefizit zu bleiben. Heute als Beispiel kann ich nur mein Frühstück (1 Banane, 1 Optiwell, 40g Müsli) und mein Abendessen (Kalorienhaltige Lebensmittel bestehen aus: 2 kleinen Pita-Taschen, 1 EL Margarine, 50g Joghurt, 10g Aprikosen, 75g Linsen) zu mir nehmen (und Gemüsesnacks). Ich habe dann noch 3 Punkte übrig für z.B. 1-2 Stückchen zartbitter Schoki oder nen Müsliriegel oder so. Das jetzt mal aufgelistet um zu zeigen, wie wenig ich als sitzende Person mit einem BMI von aktuell 25,4 (also leichtem Übergewicht) überhaupt zu mir nehmen darf, um im Kaloriendefizit zu bleiben.

Aber ich merke, wie mir einfach die richtige Motivation gefehlt hat. Wie bei meinen Zähnen, wo ich mir ausgemalt habe wie großartig es ist wieder ein strahlendes Lächeln zu haben, stelle ich mir jetzt vor wie großartig es ist, wenn ich mich in meinen Gewandungen im Spiegel ansehe und mich toll finde. Und ja, ich bin so komisch, dass es mich mehr motiviert für Rollenspiel-Dinge abzunehmen als für den Alltag. 😉 Ich finde mich auch in einer Jeans in Größe 42 nicht dick aber in einer Duty Blue muss doch alles knackig sitzen….ja, ich bin so komisch. Aber so what, hauptsache man findet eine Motivation.

Also weiter geht’s mit meiner Reise zur 6! 😀